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CD gratuliert Thomas Schäfer-Elmayer zum 80er

04.02.2026

Thomas Schäfer-Elmayer ist einer der bekanntesten Benimm-Experten des Landes, bekannt wurde er vor allem als Leiter der traditionsreichen Wiener Tanzschule Elmayer. Auch als Juror bei „Dancing Stars“ galt er als Publikumsliebling. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag

Bis heute wird Schäfer-Elmayer oft gefragt, wie er es aushalte, dass sich die Leute rings um ihn schlecht benehmen. „Woraufhin meine Antwort immer ist: Wieso? Das ist ja deren Problem“, witzelte der Tanzlehrer kürzlich in einem ORF-Interview. Seine Tanzschule ist eine Institution weit über Wien hinaus, im Jahr 2019 feierte sie ihren 100. Geburtstag. 1987 übernahm er das von Großvater Willy Elmayer-Vestenbrugg gegründete Haus.

Auch mit 80 Jahren ist Schäfer-Elmayer in der Wiener Gesellschaftsszene präsent, regelmäßig tritt er bei wichtigen Events auf. Was viele nicht wissen: Seine Karriere hätte auch ganz anders verlaufen können. „Ich hatte nie vor, eine Tanzschule zu leiten“, erzählte Schäfer-Elmayer in einem Interview im Jahr 2019. 1986 leitete er eine Sparte für hochreine Metalle in einem internationalen Konzern in Deutschland, als sein Vater Diether die Idee an ihn herantrug, die Familien-Tanzschule zu übernehmen.

Vom Industriekonzern zur Tanzschule

Nach seinem Wirtschaftsstudium arbeitete Schäfer-Elmayer rund 20 Jahre für Industriekonzerne im Ausland. Erst der testamentarische Wunsch seines Großvaters Willy Elmayer-Vestenbrugg – der die Tanzschule 1919 gegründet hatte – und das Drängen seiner Eltern bewegten ihn zur Rückkehr nach Wien. „Eine großartige Chance“, wie er rückblickend betonte. Die Tanzschule Elmayer verantwortete im Laufe der Jahre die Eröffnung vieler großer Wiener Bälle, darunter den Philharmonikerball, den Kaffeesiederball und den Life Ball. Viele Jahre lang war sie zudem für die Choreografie und Durchführung der Eröffnung des Opernballs zuständig.

Daneben verfasste der studierte Ökonom zahlreiche Benimmfibeln. In einem Interview sagte er einmal, das Wort „Taktgefühl“ sei sein Lieblingswort. Was aber tun, wenn jemand gar keines besitzt? Das komme darauf an, wie viel jemand bereit sei, auf sich zu nehmen, sagte der Benimm-Papst: „Es gibt ja diese Benimmregeln, die sind für mich einfach Allgemeinwissen. Und jede einzelne Situation, in der man nicht das tun kann, was eine Regel vorschreiben würde, da kommt dann das Taktgefühl ins Spiel“, erläuterte Schäfer-Elmayer.

Zu seiner großen Bekanntheit trug die ORF-Sendung „Dancing Stars“ bei, in der er zwischen 2005 und 2016 als Fachjuror die Tanzdarbietungen der Kandidatinnen und Kandidaten mit kritischem Blick beurteilte. Er habe sich nie über jemanden lustig gemacht, beteuerte Schäfer-Elmayer zuletzt, im Gegenteil – er habe die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer bewundert: „Da muss man wirklich unglaubliche Leistungen, eigentlich Wunder, vollbringen. Weil man sich ja in einer komplett anderen Welt plötzlich bewegt, und das in einem Wettkampf. Und da habe ich schon viel Respekt.“

Eines hat sich im Laufe der Generationen merkbar verändert, wie Schäfer-Elmayer bemerkt hat: Das höfliche Grüßen im Alltag habe abgenommen. „Die Jugend, auch die, die zu uns hereinkommt, ist nicht gewöhnt, dass sie grüßt, weil sie beim Billa und auch sonst nirgendwo mehr grüßen“, meinte Elmayer. Was ihm allerdings positiv auffällt: „Ich fahre ziemlich viel Straßenbahn. Mir kommt vor, dass die Leute in den Öffis viel rücksichtsvoller sind. Also wenn da eine ältere Dame hereinkommt, steht sicher jemand auf.“

2019 erhielt der Tanzschulenchef vom damaligen Kulturminister Alexander Schallenberg das Ehrenzeichen der Republik

Mehrere Auszeichnungen

Im Jahr 2019 wurde der Tanzschulenchef mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt. Das war allerdings nicht die erste Auszeichnung für den mittlerweile 80-Jährigen: So wurde er etwa 2013 mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien gewürdigt.


Fotos: APA/Herbert Pfarrhofer + ORF Wien
 

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