05.02.2026
Lazgi. Dance of Soul and Love
Nationales Ballett Usbekistans
14. Februar 2026 | Großes Festspielhaus Salzburg
Mit Lazgi. Dance of Soul and Love gastiert das Nationale Ballett Usbekistans erstmals in Salzburg. Das Werk basiert auf dem uralten usbekischen Tanz Lazgi, der von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt ist und auf eine über dreitausendjährige Geschichte zurückblickt.
Unter der künstlerischen Leitung des deutschen Choreografen Raúl Raimondo Rebec und zur Musik von Davidson Giaconello verschmilzt Lazgi mit der Formsprache des klassischen Balletts zu einer zeitgenössischen choreografischen Erzählung. Archaische Bewegungselemente verbinden sich mit klassischer Eleganz und eröffnen einen poetischen Blick auf die kulturelle Tiefe und Vielfalt Usbekistans.
Das Ballett entführt in die Epoche der Großen Seidenstraße: In einer mythischen Landschaft aus Wüstensand und schamanischen Klangwelten entstehen Liebe und die unsterbliche Seele, deren ewiger Tanz den Kreislauf von Leben, Erinnerung und Weitergabe symbolisiert. Die Reise von der Antike bis in die Gegenwart steht für die Kontinuität kultureller Traditionen und das spirituelle Gedächtnis eines Volkes. Im Finale vereinen sich Liebe und Seele zu einer harmonischen Ganzheit.
Seit der Uraufführung 2021 in Taschkent wurde Lazgi. Dance of Soul and Love weltweit gefeiert – unter anderem in der Dubai Opera sowie in Paris, London, Moskau, Peking und Istanbul – und zählt heute zu den international profiliertesten Tanzproduktionen Usbekistans.
Eine prägnante Choreografie, ausdrucksstarke Bühnenbilder, differenziertes Lichtdesign und der gezielte Einsatz moderner Medientechnologien verdichten das Werk zu einem intensiven Bühnenerlebnis. Die Salzburger Aufführung versteht sich zugleich als Beitrag zum internationalen Kulturaustausch und als Einladung, das reiche immaterielle Erbe Usbekistans neu zu entdecken.
Kreativteam
Konzept: Saida Mirziyoyeva
Projektleitung: Gayane Umerova
Libretto & Choreografie: Raúl Raimondo Rebec
Bühnenbild: Yoko Seyama
Kostüme: Frol Burimsky
Musik: Davidson Giaconello
Licht: Tim Wacławek
Beratung: Gulnora Musayeva, Gavkhar Matyakubova
Über die Uzbekistan Art and Culture Development Foundation (ACDF)
Die Uzbekistan Art and Culture Development Foundation (ACDF) fördert, bewahrt und entwickelt das kulturelle Erbe sowie die zeitgenössischen Künste Usbekistans. Als zentrale Akteurin der kulturellen Entwicklung des Landes stärkt sie die Kreativwirtschaft, initiiert internationale Kooperationen und versteht Kultur als Grundlage gesellschaftlicher Identität und interkulturellen Dialogs.
ACDF verantwortete unter anderem die 4. World Conference on Creative Economy in Taschkent (2024), den Aral Culture Summit in Nukus (2025) sowie Usbekistans Auftritt bei der Expo 2025 Osaka. Zu den aktuellen Schlüsselprojekten zählen das neue Nationalmuseum von Usbekistan (Entwurf: Tadao Ando), die Wiederbelebung des Zentrums für zeitgenössische Kunst in Taschkent und die Restaurierung des Großfürsten-Romanow-Palastes.
Mit Initiativen wie „Tashkent Modernism XX/XXI“, der Bukhara Biennale und der Ausrichtung der 43. UNESCO-Generalkonferenz in Samarkand (2025) prägt ACDF den internationalen Kulturdiskurs. Ausstellungen in 17 Ländern mit über 3,5 Millionen Besucher:innen – von Paris und Florenz bis London und Peking – machen die Stiftung zu einer der sichtbarsten kulturellen Stimmen Usbekistans auf globaler Ebene.
Foto: Nationalbalett Usbekistan