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Außenminister der Republik Moldau in Kärnten

02.03.2026

Arbeitsgespräch mit dem Außenminister der Republik Moldau

Landeshauptmann Kaiser empfing Mihai Popșoi – EU-Beitrittsbestrebungen als Hauptthema– Kaiser: „Wir brauchen eine stärkere EU, um den geopolitischen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen“

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser empfing den Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten der Republik Moldau, Mihai Popșoi, zu einem Arbeitsgespräch in Klagenfurt. Das zwischen Rumänien und der Ukraine gelegene Land strebt mit großem Einsatz den Beitritt zur Europäischen Union an. Wie Popșoi betonte, hat die Republik Moldau sehr gute Beziehungen mit Österreich. Die Verbindung zu Kärnten besteht über eine Gemeindepartnerschaft mit Neuhaus. Begleitet wurde der Außenminister von Botschafterin Victoria Roșa und Honorarkonsul Raul-Şerban Arabagiu.

Kaiser stellte der Delegation Kärnten als Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensstandort vor. Er verwies auf die Chancen des Alpen-Adria-Raums sowie auf Kärntens enge Zusammenarbeit innerhalb Europas und mit den Nachbarländern. Auch die Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen Achse hob der Landeshauptmann hervor. Sehr positiv äußerte er sich über die Entwicklung der Republik Moldau, diese habe er auch schon im Rahmen des Ausschusses der Regionen in Brüssel zur Sprache gebracht. „Wir brauchen eine stärkere EU, um den geopolitischen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen“, so Kaiser. Gerne unterstütze er daher die Beitrittsbestrebungen der Republik Moldau.

Minister Popșoi zeigte sich stolz auf die Partnerschaft mit den „wunderbaren Menschen in Neuhaus“. Vor allem auch Beziehungen auf lokaler Ebene seien wichtig. Sein Land arbeite gerade an weiteren Gemeinde- und Städtepartnerschaften in Europa. „Wir arbeiten hart daran, der europäischen Familie beizutreten“, betonte er weiters. Wie auch Kärnten sei die Republik Moldau von drei Kulturen geprägt, der rumänischen, slawischen und türkischen. Mit Österreich sei das Land wirtschaftlich verbunden: „Österreich ist ein starker Partner.“ Gefragt sei insbesondere auch das österreichische Know-how bei der Facharbeiterausbildung. Popșoi sagte, dass zehntausende seiner Landsleute in europäischen Ländern leben. „Wir sind verlässlicher Partner der EU und hoffentlich bald Vollmitglied.“ Gegen Einflüsse aus dem Kreml habe sich die Republik Moldau stark und resistent gezeigt: „Wir wollen über unsere Zukunft selbst entscheiden.“


Fotos: LPD Kärnten/Just
 

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