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Lilli Hollein: weiter 5 Jahre MAK-Generaldirektorin

30.04.2026

BMWKMS: Vizekanzler Babler bestellt Lilli Hollein für weitere fünf Jahre zur MAK-Generaldirektorin

Lilli Hollein überzeugte Findungskommission einstimmig mit kreativen und zukunftsweisenden
Ausstellungskonzepten

Vizekanzler und Kunst- und Kulturminister Andreas Babler bestellt Lilli Hollein ab 1.9.2026 für weitere fünf Jahre zur MAK-Generaldirektorin. Die Auswahlkommission hat sich einstimmig für die Besetzung der Generaldirektion mit Lilli Hollein ausgesprochen. Lilli Hollein überzeugte die Kommission mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen des MAK. Sie zeigt im Besonderen die Fähigkeit, das Haus als Kultur- und Wissenschaftsbetriebs zu führen und punktet mit kreativen und
zukunftsweisenden Ausstellungskonzepten, die neue Besucher:innengruppen erschließen sollen. Die
Bestellung erfolgt für die Funktionsperiode 01.09.2026 bis 31.08.2031.

„Lilli Hollein hat das MAK in den vergangenen fünf Jahren hervorragend geführt und es klar
positioniert: Aktivistisch, modern, feministisch setzt sich das MAK mit den großen Fragen unserer Zeit aktiv auseinander. Mit einem vielfältigen programmatischen Spektrum hat sie das MAK zu einem
offenen Ort des Austauschs weiterentwickelt, unterschiedliche Publikumsgruppen angesprochen und im Sinne der Diversität erweitert. Ich wünsche Frau Generaldirektorin Hollein eine ebenso
erfolgreiche zweite Funktionsperiode“, freut sich Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler über
die Bestellung.

„Ich danke dem Vizekanzler und Bundesminister Andreas Babler sowie der von ihm eingesetzten
Findungskommission für das Vertrauen, das in dieser Wiederbestellung Ausdruck findet. Sie ist eine
Anerkennung der intensiven Arbeit des gesamten MAK-Teams, dieses bedeutende Haus in den
vergangenen Jahren noch präsenter zu machen. Die Bestellung kommt in einer Phase deutlich
steigenden Publikumszuspruchs und internationaler Aufmerksamkeit, und es ist mir – gemeinsam mit meinem Kollegen Gregor Murth – ein Anliegen, den vor uns liegenden herausfordernden Zeiten mit klaren Konzepten und einem motivierten Team zu begegnen. Persönlich empfinde ich die neuerliche Berufung als Auszeichnung, und ich freue mich sehr auf die Arbeit der kommenden Jahre, mit demTeam des MAK, das mir ebenso am Herzen liegt wie die Begeisterung unserer Besuchern“, so Lilli Hollein.

Die Ausschreibung der wissenschaftlichen Geschäftsführung MAK – Museum für angewandte Kunst
erfolgte am 10.01.2026. Es gab 4 Bewerbungen, alle weiblich, alle aus Österreich. Das Hearing fand
am 30.03.2026 mit zwei Personen statt. Mitglieder der Auswahlkommission waren Astrid Gilhofer
(Vorsitzende des Kuratoriums des MAK), Bettina Steindl (Geschäftsführerin des Vereins CampusVäre)
und Theresia Niedermüller (Sektionschefin Kunst und Kultur, BMWKMS). Begleitet wurde das
Auswahlverfahren von der ISG Personalmanagement GmbH.

Lilli Hollein ist seit September 2021 Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des
MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien. Die Designexpertin studierte Industriedesign an der
Universität für angewandte Kunst Wien und war bis 2021 Direktorin der von ihr mitbegründeten
VIENNA DESIGN WEEK, Österreichs größtem kuratierten Designfestival mit internationaler
Reputation. Als Kuratorin war sie für eine Reihe von Architektur- und Designausstellungen
verantwortlich. Als Design- und Architekturkritikerin hat sie in nationalen und internationalen Medien und Fachmagazinen publiziert.

Seit 2022 ist sie Honorarprofessorin an der NDU (New Design University St. Pölten) und seit 2023
Mitglied des Universitätsrats der Universität für angewandte Kunst Wien. Als Generaldirektorin des MAK verfolgt sie die Öffnung des Museums für ein diverses Publikum und die konsequente Neubetrachtung der Sammlung aus einer zeitgenössischen, postkolonialen Perspektive. Von Beginn an legte sie einen Fokus auf die stärkere Sichtbarkeit von Positionen von Frauen. Design positioniert sie programmatisch als gesellschaftlich wirksames Instrument.

PECHE POP (2024/25) rückte die bis heute inspirierende Kreativität Dagobert Peches, des Enfant terrible der Wiener Werkstätte, in den Fokus und wurde für den ART Kuratorenpreis nominiert. Mit HELMUT LANG. SÉANCE DE TRAVAIL 1986–2005 / Excerpts from the MAK Helmut Lang Archive läuft für die letzten Tage ein international viel beachtetes Ausstellungsprojekt.


Foto: Sabine Hauswirth/MAK
 

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