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Oper im Waldviertel mit „Madama Butterfly“

27.07.2026

Opernerfolg im Waldviertel mit „Madama Butterfly“

Die „Oper Burg Gars“ hat sich als Sommerfestival für Puccinis Meisterwerke etabliert

Auf der Burgruine in Gars am Kamp hat sich ein solides Opernfestival etabliert. Diesen Juli und noch bis 1. August wird Puccinis „Madama Butterfly“ unter freiem Himmel gezeigt. Intendant Clemens Unterreiner konnte Top-SängerInnen verpflichten: Der spanische Tenor David Baños sprang kurzfristig als Pinkerton ein, der Madama Butterfly samt Häuschen kauft und sich bald davon stiehlt. Kristiane Kaiser gibt überzeugend Cio-Cio-San, die den US-amerikanischen Marineleutnant ernsthaft liebt und drei Jahre lang – inzwischen mit seinem kleinen Sohn- auf seine Rückkehr hofft. Ihre Arie „Un bel di, vedremo“ gerät zum musikalischen Höhepunkt des Abends.

Aber auch Nebenrollen sind gut besetzt: Vor allem Daria Sushkova als Dienerin Suzuki, die die Selbstlügen der ehemaligen Geisha schwer aushält und Paolo Rumetz als Konsul Sharpless, der die Wahrheit über den feigen US-Offizier lange nicht auszusprechen wagt. Bei den drei letzten Vorstellungen (28. und 30. Juli, 1. August) wird der Intendant, Kammersänger Unterreiner, selber die Rolle von Sharpless übernehmen.

Regisseur Mathias von Stegmann hat die Handlung gekonnt auf die Burgruine, die für ausgezeichnete Akustik bekannt ist, verlegt – und kommt mit einigen japanischen Elementen wie Schiebetüren und roten Treppen aus. Laura Madgé Hörmann entwarf die stimmigen Kostüme.
Orchester und Chor der Oper BURG GARS (Dirigent: Karsten Januschke, Chorleiter: Michal Juraszek) sind seit „La Traviata“ im Vorjahr schon Experten für die Musik Puccinis und werden 2027 mit „La Bohème“ ein weiteres Hauptwerk zur Aufführung bringen.


https://operburggars.at/

Text: Otmar Lahodynsky

Fotos: Michael Poehn


 

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