NEWS
Durchsuchen
News
news/US-Außenminister Marco Rubio empfängt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Washington1613/1.jpg

US-Außenminister Marco Rubio empfängt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Washington

12.08.2026

Mit Blick auf Österreichs bevorstehende Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen 2027/2028 intensiviert Außenministerin Beate Meinl-Reisinger den außenpolitischen Dialog mit wichtigen internationalen Partnern. Sechs Wochen nach ihrem Arbeitsbesuch beim chinesischen Außenminister Wang Yi in Peking traf sie in Washington, D.C., nun mit US-Außenminister und Nationalem Sicherheitsberater Marco Rubio zusammen, um über gemeinsame Antworten auf globale Sicherheitsfragen, die transatlantische Zusammenarbeit und aktuelle geopolitische Entwicklungen zu beraten.

"Wir haben ein ausgezeichnetes, sehr offenes Gespräch geführt. Österreich und die USA verbindet eine enge Partnerschaft, gerade in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft, die wir weiter ausbauen möchten. Genau diese Nähe erlaubt es uns auch, offen anzusprechen, wo wir unterschiedlicher Meinung sind, etwa bei Zöllen. Unberechenbare und protektionistische Handelspolitik schadet unseren Unternehmen und schwächt die amerikanische Wirtschaft",
betonte Außenministerin Meinl-Reisinger nach dem Gespräch.

Österreich wird von den USA für seine aktive Diplomatie geschätzt. Betont wurde von amerikanischer Seite Österreichs wichtige Rolle als Ort des Dialogs und der Vermittlung sowie die österreichische Expertise in Bezug auf den Westbalken. Als aktiver Befürworter der EU-Integration des Westbalkans sieht Österreich in der engen Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität der Region. Nicht zuletzt sind beide Länder wichtige Truppensteller für die NATO-geführte KFOR-Mission im Kosovo.

Ausführlich thematisiert wurden der Krieg im Nahen Osten und die russische Aggression in der Ukraine. Außenministerin Meinl-Reisinger begrüßte die amerikanischen Initiativen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, betonte aber, dass eine stabile europäische Sicherheitsordnung nur durch eine enge transatlantische Abstimmung erreicht werden könne. Beim Krieg im Iran zeigten die vergangenen Wochen, wie schnell aus einer fragilen Waffenruhe wieder ein offener Konflikt werden kann.

Meinl-Reisinger unterstrich, dass es in einer solchen Lage Orte und Akteure brauche, die Gesprächskanäle offenhalten, wenn Positionen festgefahren sind. Österreich stehe bereit als Ort für technische Gespräche und für Verhandlungen zur Beilegung internationaler Konflikte.

"Gerade im Vorfeld unserer Mitgliedschaft im VN-Sicherheitsrat wollen wir eng mit den USA zusammenarbeiten, um gemeinsam zu globaler Sicherheit und Stabilität beizutragen. Dazu gehören die aktuellen Konflikte in der Ukraine und im Iran. In beiden Konflikten kann nur Diplomatie einen Weg aus der Eskalationsspirale bieten. Dazu müssen Europa und die USA zusammenarbeiten. Wien steht bereit, wenn es darum geht, an den Verhandlungstisch zu kommen",
so Meinl-Reisinger.

Österreich wurde im Juni von den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen für die Periode 2027/2028 als nicht-ständiges Mitglied in den VN-Sicherheitsrat gewählt. Österreich tritt sein Mandat gut vorbereitet an und baut zu diesem Zweck seine internationalen Partnerschaften konsequent aus.

https://www.bmeia.gv.at

Foto: BMEIA / Steiner
 

Event