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20.08.2026
Österreich und Finnland stärken ihre Zusammenarbeit für Europas Sicherheit. Bei ihrem Besuch in Helsinki tauschte sich Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit ihrer finnischen Amtskollegin Elina Valtonen über die weitere Vertiefung der bilateralen Beziehungen und die Zusammenarbeit in der EU aus. Im Fokus standen insbesondere die europäische Sicherheit, die Unterstützung der Ukraine und der gemeinsame Umgang mit hybriden Bedrohungen.
Die Entwicklungen der letzten Jahre waren ein Weckruf. Europa nimmt seine Sicherheit selbst in die Hand und Finnland ist dabei ein wichtiger Partner. Sicherheit bedeutet aber mehr als nur Verteidigung. Es geht auch darum, unsere Demokratie, unsere Infrastruktur und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt vor hybriden Bedrohungen zu schützen. Hier nimmt Finnland in Europa eine Vorreiterrolle ein, betonte Außenministerin Meinl-Reisinger.
In Helsinki besuchte Außenministerin Meinl-Reisinger das European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats (Hybrid CoE) zu einem Austausch mit dessen Direktorin Teija Tiilikainen. Das Hybrid CoE unterstützt die EU- und NATO-Staaten beim Schutz gegen hybride Bedrohungen wie Desinformation, ausländische Einflussnahme, Cyberangriffe oder andere Formen von Destabilisierung. Die EU ist zunehmend Zielscheibe solcher hybrider Angriffe, die darauf abzielen, das Vertrauen in die demokratische Ordnung der Mitgliedstaaten zu untergraben. Im finnischen Bildungsministerium und beim unabhängigen Faktenchecker-Service Faktabaari tauschte sich Meinl-Reisinger zu Initiativen gegen Desinformation und Fake News aus.
Desinformationskampagnen zielen darauf ab, Ängste zu schüren und unsere Gesellschaft zu spalten. Das ist ein sicherheitspolitisches Thema, aber auch eine Frage der Resilienz. Finnland zeigt schon in den Schulen vor, wie Resilienz von klein auf gestärkt werden kann. Auch in Österreich reformieren wir unser Bildungssystem und verankern das Unterrichtsfach Medien und Demokratie im Lehrplan der Oberstufe, unterstrich Außenministerin Meinl-Reisinger.
Im April 2027 wird sie daher eine internationale Konferenz in Wien ausrichten, um über effektivere Maßnahmen zum Schutz gegen ausländische Informationsmanipulation und Einflussnahme zu beraten.
https://www.bmeia.gv.at
Foto: BMEIA/Gruber
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