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23.09.2026
Gemeinsames Projekt von Beethoven Frühling und EU-Delegation bringt zeitgenössische Komponisten an die Beethoven-Orte Niederösterreichs – Benoît Menut wird erster Composer in Residence
„Der Dialog und die kulturelle Vielfalt gehören zu den großen Stärken Europas. Durch die Beethoven Frühling EU Composer Residency wird unser gemeinsames kulturelles Erbe zum Beethoven-Gedenkjahr 2027 mit einem neuen Werk verbunden. Das Projekt mit dem Festival Beethoven Frühling zeigt, dass europäische Kultur dann lebendig ist, wenn wir ihr eine Zukunft geben.“
S.E. Carl Hallergård, Botschafter der Europäischen Union und Leiter der Delegation der Europäischen Union bei den internationalen Organisationen in Wien
Der Beethoven Frühling und die Delegation der Europäischen Union bei den internationalen Organisationen in Wien starten die Beethoven Frühling EU Composer Residency. Im Rahmen eines europaweiten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens wählt eine Fachjury einen Composer in Residence aus, der zu einem Aufenthalt an die historischen Beethoven-Orte in Niederösterreich eingeladen wird. Mit der Residency verbunden ist ein Kompositionsauftrag für ein neues Orchesterwerk, das beim Eröffnungskonzert des Beethoven Frühling am 20. Mai 2027 im Casino Baden durch das Beethoven Frühling Festival-Orchester unter der Leitung von Dorothy Khadem-Missagh uraufgeführt wird.
Als erster Beethoven Frühling EU Composer in Residence wurde der französische Komponist Benoît Menut aus zahlreichen hochkarätigen Bewerbungen aus mehr als zehn europäischen Ländern ausgewählt. Menut zählt zu den profilierten französischen Komponisten seiner Generation. Im Februar 2027 ist er beim renommierten Festival Présences von Radio France, einem der zentralen französischen Festivals für zeitgenössische Musik, vertreten.
Von Beethovens Europa in die Gegenwart
Zum 200. Todestag Ludwig van Beethovens im Jahr 2027 bringt die Residency sein kulturelles Erbe und europäische Ideen mit zeitgenössischer Musik und neuen Perspektiven auf Europa zusammen.
„Der Beethoven Frühling ist von Anfang an ein Festival für Innovation und neue Ideen. Die Beethoven-Orte geben uns dabei den Auftrag, Beethovens Gedanken und sein Wirken aus unserer Zeit heraus weiterzuführen. Gleichzeitig liegt Europa in der DNA eines Festivals, das auch in Baden, der Stadt der Neunten, stattfindet. Die Beethoven Frühling EU Composer Residency ist daher eine konsequente Weiterentwicklung unseres Festivals.“
Dorothy Khadem-Missagh, Künstlerische Leiterin und Gründerin des Beethoven Frühling
Baden und Niederösterreich nehmen in Beethovens Biografie eine besondere Stellung ein. In Baden arbeitete Beethoven unter anderem an seiner 9. Symphonie, deren „Ode an die Freude“ später zur Europahymne wurde. Damit entsteht 200 Jahre nach Beethovens Tod an jenem Ort, an dem wesentliche Teile der Musik der heutigen Europahymne geschaffen wurden, ein neues Orchesterwerk für das Europa der Gegenwart.
Niederösterreich als Kultur- und Innovationsstandort
„Niederösterreich ist ein Land der Innovation, Forschung und Spitzenleistungen – von Wissenschaft und Hightech bis hin zur Kunst und Kultur. Unser kulturelles Erbe lebt davon, dass es immer wieder neu betrachtet und weiterentwickelt wird. Das Festival Beethoven Frühling steht für diesen Anspruch: höchste künstlerische Qualität, neue Ideen und innovative Formate. Die Beethoven Frühling EU Composer Residency hebt dieses Selbstverständnis auf die europäische Ebene.“
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich
Inspiration statt Vorgabe
Während seiner Residency lernte Benoît Menut die Beethoven-Orte in Niederösterreich wie Baden, Mödling und Gneixendorf sowie das Festival und sein Umfeld kennen und konnte daraus Impulse für sein neues Werk schöpfen.
„Für Generationen von Komponistinnen und Komponisten ist Beethoven ein Bezugspunkt, an dem man sich orientieren, von dem man sich inspirieren lassen oder an dem man sich auch reiben kann. Genau zu dieser bewussten Auseinandersetzung laden wir ein. Die Begegnung mit Beethoven und diesen Orten ist dabei Impulsgeber für die Musik der Gegenwart.“
Dorothy Khadem-Missagh, Künstlerische Leiterin und Gründerin des Beethoven Frühling
Eine mehr als zehnjährige Auseinandersetzung mit Beethoven
Am 20. Mai 2027 wird das Auftragswerk beim Eröffnungskonzert des Beethoven Frühling im Casino Baden uraufgeführt. Es spielt das Beethoven Frühling Festival-Orchester unter der Leitung von Dorothy Khadem-Missagh. Das 2022 gegründete Orchester vereint Musikerinnen und Musiker aus mehr als 20 Nationen und steht damit selbst für jenen europäischen Austausch, der auch im Zentrum der neuen Residency steht.
Für Benoît Menut stellt dieser Kompositionsauftrag einen Höhepunkt zum Abschluss seiner mehr als zehnjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit Beethoven dar. Bereits 2016 entstand mit „Scherzo“ ein vom Geist Beethovens inspiriertes Orchesterwerk. Es folgten unter anderem „Omaggio“, drei symphonische Resonanzen als Hommage an Beethoven, sowie das groß angelegte Projekt „Beethoven Celtique“, für das Menut Beethovens Bearbeitungen keltischer Lieder für Orchester neu erschloss und unter anderem mit Sir Bryn Terfel und Carlos Núñez zusammenarbeitete.
Menuts Schaffen reicht von Kammer- und Orchestermusik bis zur Oper. Zu seinen wichtigen Auftraggebern und künstlerischen Partnern zählen die Opéra de Paris, die Philharmonie de Paris und Radio France sowie führende französische Orchester. Für sein Schaffen wurde er unter anderem mit dem Grand Prix SACEM für symphonische Musik ausgezeichnet; 2022 erhielt er den Prix Florent Schmitt des Institut de France.
Beethoven Frühling EU Composer Residency
Die Beethoven Frühling EU Composer Residency findet 2026/27 erstmals statt. Nach dem großen Interesse an der ersten Ausschreibung soll das Format nach Möglichkeit weitergeführt und langfristig als europäisches Kompositionsprojekt etabliert werden.
Composer in Residence 2027: Benoît Menut Uraufführung des Auftragswerks: 20. Mai 2027, Casino Baden Beethoven Frühling Festival-Orchester Dirigentin: Dorothy Khadem-Missagh
Eine gemeinsame Initiative des Festivals Beethoven Frühling und der Delegation der Europäischen Union bei den internationalen Organisationen in Wien.
https://www.beethovenfruehling.at/
Fotos: Julia Wesely (2)
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