24.09.2026
Rund 250 Gäste beim 24. Luftfahrtsymposium: Hochkarätiger Branchenaustausch zu Wettbewerbsfähigkeit, geopolitischen Krisen, Resilienz und Innovation – Zehn strategische Impulse für Österreichs Luftfahrtstrategie 2040+ und turnusmäßige Staffelübergabe von Julian Jäger an Robert Machtlinger.
Flughafen Wien, 24. September 2026. Rund 250 Gäste aus Luftfahrt, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Industrie und Forschung kamen heute beim 24. Luftfahrtsymposium der Aviation Industry Austria (AIA) am Flughafen Wien zusammen. Unter dem Motto „Impulse für die Luftfahrtstrategie Österreich: Standort stärken in Zeiten globaler Krisen und Kriege“ stand ein gemeinsames Ziel im Mittelpunkt: Österreichs Luftfahrtstandort in einem schwieriger werdenden internationalen Umfeld wettbewerbsfähig, resilient und technologisch stark aufzustellen. Die AIA präsentierte dazu zehn strategische Impulse für die Weiterentwicklung der Luftfahrtstrategie 2040+. Auch personell stellte sich der Dachverband neu auf: FACC-CEO Robert Machtlinger übernimmt turnusmäßig die Präsidentschaft von Julian Jäger, der künftig als Vizepräsident weiter im AIA-Präsidium tätig ist.
Hanke: Luftfahrtpolitik ist auch Standort- und Industriepolitik
Bundesminister Peter Hanke (BMIMI) eröffnete das Symposium und setzte den Rahmen für den Tag: Geopolitische Krisen, veränderte globale Wettbewerbsbedingungen und die notwendige Transformation der Branche machten eine strategische Weiterentwicklung des Standorts erforderlich.
„Die geopolitischen Krisen – vom Krieg in der Ukraine bis zu den Spannungen im Nahen Osten treffen auch die österreichische Luftfahrt. Gerade deshalb richten wir den Standort mit der Luftfahrtstrategie 2040+ strategisch neu aus. Erfolgreiche Luftfahrtpolitik ist immer auch Technologie-, Industrie- und Standortpolitik. Innovationen, Investitionen und gut ausgebildete Beschäftigte sind die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft der Branche“, betonte Bundesminister Peter Hanke.
Breiter Schulterschluss der Branche
Wie viele Bereiche für einen starken Luftfahrtstandort zusammenspielen müssen, zeigte die hochkarätige Besetzung des Symposiums: Mit dabei waren neben Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger auch die Austro Control-Geschäftsführerin Elisabeth Landrichter, Sofia Zoe Cantele, Board Advisor International & Government Affairs bei Austrian Airlines, Helmut Haubenwaller, Vice President Flight Operations bei Austrian Airlines, Avconjet-Chairman Alexander Vagacs, Karin Puleo-Leodolter, Leiterin der Gruppe Luft im BMIMI, Airchief Gerfried Promberger vom Österreichischen Bundesheer sowie Vertreter führender Industrie- und Technologieunternehmen wie etwa Robert Machtlinger, CEO von FACC, Hannes Hecher, CEO von Schiebel, Franz Posch, Managing Director von Airbus und András Gálffy, Geschäftsführer und Mitgründer von Turbulence Solutions. Internationale Perspektiven brachten Paul Bosman, Leiter der Infrastructure Division bei EUROCONTROL, Rafael Schvartzman, Regional Vice President Europe der IATA, und Thomas Haagensen, Group Markets Director von easyJet, ein. Ergänzt wurde der Blick über Österreich hinaus durch Laurent Timsit, Generalsekretär des französischen Luftfahrtverbands FNAM und Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).
Die Diskussionen machten deutlich, wie eng die Herausforderungen inzwischen zusammenhängen: Hohe Kosten und Standortwettbewerb treffen auf gesperrte Lufträume, unsichere Versorgungswege und steigende Anforderungen an Sicherheit und Resilienz. Gleichzeitig verfügt Österreich über starke Voraussetzungen – von internationaler Konnektivität über eine leistungsfähige Flugsicherung bis zu hoch spezialisierten Industrie- und Technologieunternehmen. Der gemeinsame Tenor: Diese Stärken können nur mit fairen und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen voll ausgespielt werden. „Österreich verfügt über einen starken Luftfahrtstandort. Gleichzeitig stehen wir vor spürbaren Herausforderungen: Die sechs österreichischen Verkehrsflughäfen lagen im ersten Halbjahr 2,6 Prozent unter dem Vorjahr, in Wien beträgt das Minus von Jänner bis August vier Prozent, im August waren es 6,9 Prozent. Umso wichtiger ist, dass wir inzwischen auch positive politische Signale sehen.
Die Zusammenarbeit mit Bundesminister Peter Hanke, seinem Ministerium und allen Systempartnern ist konstruktiv und lösungsorientiert. Klar ist aber auch: Das reicht noch nicht aus, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu stärken. Der wichtigste unmittelbare Hebel bleibt die Flugabgabe. Aus Sicht der Branche muss diese Belastung deutlich sinken oder ganz entfallen. Denn zusätzliche Flugverbindungen schaffen Tourismus, Arbeitsplätze, Investitionen und Wertschöpfung für ganz Österreich“, betonte Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG und neuer Vize-Präsident der Aviation Industry Austria.
Zehn strategische Impulse aus Sicht der Branche
Mit zehn strategischen Impulsen für die Luftfahrtstrategie 2040+ bündelte die AIA zentrale Anliegen der Branche und brachte konkrete Schwerpunkte in die weitere Standortdiskussion ein – von Wettbewerbsfähigkeit und internationaler Anbindung über Resilienz und Versorgungssicherheit bis zu industrieller Kooperation, Forschung und Innovation. Die Themen spiegeln damit auch die breite inhaltliche Ausrichtung des Symposiums wider.
Peter Malanik, Geschäftsführer der Aviation Industry Austria: „Die Herausforderungen reichen heute vom internationalen Standortwettbewerb über geopolitische Krisen bis zu Versorgungssicherheit und technologischer Souveränität. Umso wichtiger ist, dass die gesamte Branche ihre Expertise einbringt und gemeinsam an Lösungen arbeitet. Mit unseren zehn Impulsen zeigen wir auf, wo aus Sicht der österreichischen Luftfahrt die Luftfahrtstrategie 2040+ ansetzen sollte.“
Staffelübergabe im AIA-Präsidium
Im Rahmen des Symposiums erfolgte auch die turnusmäßige Staffelübergabe im AIA-Präsidium: FACC-CEO Robert Machtlinger übernimmt die Präsidentenfunktion von Julian Jäger, der künftig die Rolle des Vizepräsidenten ausübt.
„Die Stärke der AIA liegt darin, dass hier die unterschiedlichen Bereiche der österreichischen Luftfahrt gemeinsam auftreten – von Airlines und Flughäfen bis zu Industrie, Technologie und Forschung. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen braucht es diese gemeinsame Stimme mehr denn je. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Julian Jäger als Vizepräsident, Peter Malanik und dem gesamten Präsidium weiterzuführen“, so Robert Machtlinger, CEO von FACC und neuer Präsident der Aviation Industry Austria.
AI Austria: Aviation Industry Austria - Dachverband der Österreichischen Luftfahrtindustrie Der Dachverband Aviation Industry Austria ist die größte Interessensvertretung der österreichischen Luftfahrt. Die Organisation bündelt Interessen der Luftfahrtindustrie wie etwa Flughäfen, Airlines, Luftfahrtzulieferindustrie und Business Aviation und vertritt derzeit direkt oder indirekt rund 100 Mitgliedunternehmen.
https://aiaustria.at/
Fotos: AIA
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