07.10.2026
Eine Frau, eine Messe, drei Jahrzehnte: Johanna Penz feiert 30 Jahre ARTfair Innsbruck mit musealer Sonderausstellung
Vor 30 Jahren gab Johanna Penz einer Messe ihre eigene Handschrift, die bis heute trägt: die Nase im Wind, den Blick auf das, was kommt. Vom 23. bis 25. Oktober 2026 feiert die ARTfair Innsbruck in der Olympiaworld ihr Jubiläum – mit einem Programm, das die eigene Geschichte nicht verwaltet, sondern weiterschreibt: von einer musealen Sonderschau bis zu Kunst, die mit künstlicher Intelligenz und Robotik entsteht.
Drei Jahrzehnte Gespür für den Markt
Seit ihrer Gründung steht die ARTfair Innsbruck für Kontinuität und ein feines Gespür für Entwicklungen am Kunstmarkt. Auch zur Jubiläumsausgabe versammelt sie internationale Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts aus mehr als 20 Nationen und bleibt, was sie immer war: ein Ort, an dem Sammler:innen, Galerien und Kunstschaffende einander finden. Johanna Penz: Gründerin, Direktorin, Konstante Johanna Penz hat die ARTfair Innsbruck vor 30 Jahren gegründet und prägt sie seither mit einer klaren, unbequemen Überzeugung: Qualität und Vielfalt schließen einander nicht aus. "Kunst ist kein Luxus, sondern ein wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Motor: Sie inspiriert Innovation, schafft Werte und ist dort am erfolgreichsten, wo Mut, Qualität und unternehmerisches Denken aufeinandertreffen", so Penz. Gerade wenn Orientierung knapp wird, bleibt diese Haltung ihr Argument: Kunst als Dialog, nicht als Dekor.
Highlights, bewährte Positionen, neue Impulse auch bei 30. ARTfair
Besonders stolz ist Johanna Penz auf die weltweit einzigartige museale Präsentation der Werke der Bettine Heinen-Ayech Foundation München. Erstmals und teils noch nie öffentlich präsentierte Werke der deutsch-algerischen Malerin werden in Innsbruck gezeigt. Zusätzlich zeigt die Artgalerie am Hofsteig (Wolfurt) neue Arbeiten ihres Blue-Chip-Künstlers Jürgen Norbert Fux sowie der Pop-Art-Größen Michel Friess und Klibensky in Innsbruck. Die Galerie Mainart (Buchs/CH) zeigt Neukreationen von Peter-Felix Denzler und Salvatore Mainardi und die Berliner Galerie Dikmayer präsentiert unter dem Titel "Phantastischer Realismus in neuzeitlicher Prägung" Werke von Thorsten Gebhardt und Bernd Schiller sowie ihrer Nachwuchskünstlerin Doris Breuer. Die coGalerie aus Karlsruhe zeigt wenig bekannte deutsche und französische Positionen abseits des Mainstreams. Die Galerie gibt in Innsbruck ihr Debüt und zeigt Arbeiten von Thorsten Poersch, Christine Barrès und Messas Olivier.
Phantastischer Realismus, gestern und heute
Die Berliner Galerie Dikmayer Mitte kehrt mit einer Neuauflage ihres ART-Specials zurück: Unter der kuratorischen Leitung von Joachim Dikmayer und in Kooperation mit dem Henry van de Velde Museum – Haus Schulenburg Gera stellt die Schau Positionen des phantastischen Realismus der Wiener Schule neben zeitgenössische Interpretationen – mit Werken von Rudolf Hausner, Ernst Fuchs, Jens Faesel, Bernd Schiller, Thorsten Gebhardt und weiteren.
Kunst trifft künstliche Intelligenz
Der Innsbrucker Medienkünstler Atila-Atila zeigt eine mit KI realisierte Installation, die bereits auf großen internationalen Ausstellungen zu sehen war – konzipiert als interaktiver Zugang zu einem Thema, das die Kunstwelt gerade erst zu verhandeln beginnt.
Wenn Roboter mitgestalten: REX|LAB
Das REX|LAB des Instituts für Experimentelle Architektur der Universität Innsbruck, unter der Leitung von Prof. Marjan Colletti, versteht Roboter nicht als Werkzeug, sondern als Akteur im künstlerischen Prozess. Aus digitaler Technologie, Robotik und Materialforschung entstehen Skulpturen und räumliche Arbeiten, die die Grenze zwischen Kunst und Architektur auflösen.
ARTfair for Charity
Der Lions Club Goldenes Dachl sammelt bei der ARTfair Innsbruck erneut Spenden: Galerien und Künstler:innen stellen Werke unentgeltlich zur Verfügung, die am Messesonntag verlost werden. Der Erlös geht an geprüfte Hilfsprojekte im Land.
Junge Kunst, klare Haltung
Traditionell räumt die ARTfair Innsbruck der Jungen Kunst einen festen Platz ein. Mit den Formaten GALARTERY fine art und artroom21.the art project show erhalten aufstrebende Positionen wie Sarah Jane Hofmann, Heinz Aschenbrenner, Esther Mair und Chiara Sestak eine Bühne. "Neben etablierten Positionen braucht eine Messe wie unsere den Mut zu neuen Stimmen – sie bringen die Impulse, die die Kunstszene von morgen prägen", so Penz.
Factbox: 30. ARTfair Innsbruck | 23.–25. Oktober 2026 | Olympiaworld Innsbruck | 30 Jahre internationale Begegnungen, Sammlerleidenschaft und Kunst auf höchstem Niveau | mehr als 20 Nationen Die ARTfair Innsbruck ist eine hervorragende Gelegenheit sich regional und international mit Kunstschaffenden und Interessierten zu vernetzen und vor allem Sammler:innen und Kunstliebhaber:innen kommen voll auf ihre Kosten. Der inhaltliche Schwerpunkt der Kunstmesse liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst. Galerien und Kunsthändler:innen aus verschiedensten Nationen zeigen internationale zeitgenössische bildende Kunst, klassische Moderne, Pop Art und weitere aktuelle Strömungen des 20./21. Jahrhunderts – Gemälde, Arbeiten auf Papier, Auflagenobjekte, Originalgraphiken, Skulpturen, Objekte/Installationen, Fotografien, Neue Medien sowie originäre Kunstprojekte.
https://www.artfair-innsbruck.com/
Fotos: ARTfair Innsbruck; Die Fotografen Innsbruck; Voltmer-Döbrich Hanne, Kukuruz 2026, Galerie Dikmayer
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