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Polnische Botschaft – Wien als internationaler Treffpunkt der Chopin-Welt

12.10.2026

Präsidentin Donka Angatscheva empfängt: Künstlerreigen in der polnischen Botschaft – Wien als internationaler Treffpunkt der Chopin-Welt

Die Internationale Chopin-Gesellschaft Wien empfing unter der Präsidentschaft von Donka Angatscheva erstmals Vertreter:innen aus ganz Europa – Gedenkkonzert für Janusz Olejniczak als Höhepunkt.
Wien, 12 Oktober 2026. Für ein Wochenende stand Wien ganz im Zeichen Frédéric Chopins: Auf Einladung der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien (ICG) kamen von 9. bis 11. Oktober Vertreter:innen bedeutender Chopin-Gesellschaften aus mehreren europäischen Ländern in der Bundeshauptstadt zusammen. Im Mittelpunkt des internationalen Treffens standen der persönliche und künstlerische Austausch, die Zusammenarbeit innerhalb der International Federation of Chopin Societies (IFCS) sowie die Frage, wie das musikalische Erbe Frédéric Chopins lebendig gehalten und an kommende Generationen weitergegeben werden kann.

Vertreten waren unter anderem Chopin-Institutionen und -Gesellschaften aus Warschau, Paris, Nohant, Rom, Hannover, Darmstadt und Duszniki-Zdrój. Damit trafen in Wien ganz unterschiedliche Traditionen zusammen – von berühmten Festivals und Konzertreihen über Meisterkurse und Nachwuchsförderung bis hin zu internationalen Klavierwettbewerben. Gastgeberin war die Internationale Chopin-Gesellschaft in Wien unter Präsidentin Mag. Donka Angatscheva gemeinsam mit Seniorpräsident Prof. Dr. Theodor Kanitzer, der zugleich Ehrenpräsident der IFCS ist. Das offizielle Board Meeting der Internationalen Föderation fand am Samstag in den Räumlichkeiten der Wiener Chopin-Gesellschaft in der Biberstraße statt. Auf dem Programm des Wochenendes standen darüber hinaus ein gemeinsames Mittagessen sowie ein geführter Spaziergang durch die Innenstadt auf den Spuren von Mozart und Chopin mit Stationen im Stephansdom und Mozarthaus.


„Chopin verbindet Menschen über Länder und Generationen hinweg. Umso mehr freut es mich, dass wir Vertreterinnen und Vertreter so vieler internationaler Chopin-Gesellschaften hier in Wien zusammenbringen konnten. Gerade der persönliche Austausch ist wichtig, wenn wir Chopins musikalisches Erbe nicht nur bewahren, sondern lebendig weitertragen wollen. Dazu gehört für mich, jungen Künstlerinnen und Künstlern Bühnen, Sichtbarkeit und internationale Begegnungen zu ermöglichen. Wien als eine der großen Musikstädte Europas ist dafür ein wunderbarer Ort“, so Donka Angatscheva.

Musikalischer Höhepunkt in der polnischen Botschaft

Den festlichen und zugleich berührenden Höhepunkt des internationalen Treffens bildete am Freitagabend ein Gedenkabend für den 2024 verstorbenen polnischen Meisterpianisten Janusz Olejniczak in der Botschaft der Republik Polen in Wien. Eingeladen hatten gemeinsam die Botschaft der Republik Polen in Österreich, die Internationale Chopin-Gesellschaft in Wien und die Österreichisch-Polnische Gesellschaft. Dr. Robert Filipczak, Bevollmächtigter Minister der Botschaft der Republik Polen, begrüßte die internationalen Gäste. Gedenkworte sprachen Prof. Dr. Theodor Kanitzer, Präsident der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft, Seniorpräsident der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien und Ehrenpräsident der IFCS, Donka Angatscheva sowie Paweł Olejniczak, der Sohn des verstorbenen Pianisten. Für den musikalischen Rahmen sorgte ein hochkarätig international besetztes Ensemble von Pianistinnen und Pianisten: Für den musikalischen Rahmen sorgten renommierte Pianistinnen und Pianisten aus mehreren Ländern, darunter Marcella Crudeli, Yves Henry sowie Donka Angatscheva, Natalia Rehling, Clara Biermasz, Kamila Sacharzewska, Manfred Wagner-Artzt und Piotr Kościk.

Unter den internationalen Gästen des IFCS befanden sich Antoine Paszkiewicz, Präsident der IFCS, Grzegorz Michalski sowie Jakub und Karolina Dmenski aus Warschau, Yves Henry aus Nohant, Marcella Crudeli aus Rom, Sookie Schober aus Hannover, Jil Rabenau aus Darmstadt und Jadwiga Merkur aus Duszniki-Zdrój. Mit Natalia Rehling, Vizepräsidentin der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien und Board Member der IFCS, war auch die Wiener Gesellschaft im internationalen Vorstand vertreten – sie begleitete die internationalen Gäste während ihres Aufenthalts in Wien.

Chopin verbindet Europa

Die Bandbreite der in Wien vertretenen Institutionen macht deutlich, wie lebendig Chopins Erbe bis heute geblieben ist. In Paris findet das Festival Chopin à Paris statt, in Nohant – jenem Ort, an dem Chopin mehrere Sommer auf dem Anwesen George Sands verbrachte und zahlreiche Werke komponierte – widmet sich ein eigenes Festival seinem Schaffen. Rom ist Schauplatz eines internationalen Klavierwettbewerbs, während die Chopin-Gesellschaften in Hannover und Darmstadt mit Konzerten, Meisterkursen, Wettbewerben und Nachwuchsförderung Akzente setzen. Eine besondere Tradition bringt Duszniki-Zdrój mit: In dem berühmten polnischen Kurort, den bereits Chopin mit seiner Familie besuchte, wird seit mehr als acht Jahrzehnten ein Chopin-Festival veranstaltet. Auch Warschau nimmt naturgemäß eine zentrale Rolle in der internationalen Chopin-Welt ein. Dort befindet sich der Hauptsitz der IFCS. Der berühmte Internationale Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau, der alle fünf Jahre ausgetragen wird, wird dabei vom Nationalen Fryderyk-Chopin-Institut (NiFC) organisiert und durchgeführt; die Mitgliedsgesellschaften der IFCS nehmen daran als Gäste teil. Dazu Natalia Rehling: „Das Wiener Wochenende zeigte die außergewöhnliche internationale Dimension eines musikalischen Erbes, das längst weit über Polen hinausreicht. Wir waren stolz, Gastgeber dieses einmaligen Zusammentreffens zu sein.“

https://www.chopin.at/

Fotos: Sebastian Kocon (3)
 

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